Theo de Ramecourt ist amtierender Weltmeister der Formula Kite Klasse und gehört der französischen Kitefoil-Elite an. Im Frühjahr 2018 unterschreibt er seinen ersten Vertrag als FLYSURFER Ambassador. Er fliegt mit unserem Team nach Chile zur Videoproduktion des STOKE1 und wird neben Matias Lee zum Hauptprotagonisten. Theo überzeugte uns schon damals mit seiner Professionalität und positiven Lebenseinstellung. In den folgenden Jahren hilft er unserem Entwicklungsteam beim Trimmen und Testen diverser Prototypen auf dem Weg zur Serienreife. Gemeinsam mit Benni Boelli und Nico Landauer arbeitet er schlussendlich an seiner eigenen Zukunft, ein Kite für die Olympischen Spiele. Er gewinnt mit der VMG-Vorserie das Rennen in La Ventana, Mexiko und etabliert sich als Titelanwärter.
In 2021 gewinnt er nicht nur seinen Weltmeistertitel, sondern absolviert sein Studium in Mindestzeit. Nach den Strapazen der vergangenen Monate fliegt nach er Tahiti. Theo erfährt eine unglaubliche Zeit im Abseits von Training und der westlichen Welt. Ich traf ihn nach seinem ersten Arbeitsmonat bei FLYSURFER und wir kamen ins Gespräch
CH: Hallo Theo, wir freuen uns riesig dich an Board zu haben. Als wir nach einem zusätzlichen Entwickler suchten, der dem Team einen Mehrwert bringen konnte, ganz zu schweigen von einer Fülle an Erfahrung, dann wahr unsere Wahl eindeutig. Du hast mir erzählt, dass dein letzter Trip unglaublich war. War Tahiti schon immer eine Traumdestination für dich? Wie bist du dort gelandet und wer hat dich begleitet?
TDR: Ich hatte diese Reise zusammen mit meinen Freunden Theo Lhostis und Axel Mazella geplant, die auch Teil des französischen Foil-Teams sind. Diesen Winter hatte ich endlich genug Zeit und keine Projekte oder Schulungen geplant, es war einfach die perfekte Gelegenheit. Theo Lhostis ist auf der Insel aufgewachsen und wollte immer, dass wir seine Heimatstadt besuchen.
CH: Was ist so besonders an dem Ort? 

Das Wetter ist immer warm und schön, darauf kann man sich einfach verlassen. Dann merkt man, dass der Lebensstil unglaublich ist, es geht darum, das Beste aus dem zu machen, was die Natur zu bieten hat, und es zu teilen. Die Leute sind vom Herzen freundlich. Ich würde sagen, die Menschen und ihre Herangehensweise an das Leben sind das Besondere auf der Insel.

CH: Ich denke, es ist immer gut, eine Pause einzulegen und von unserer hektischen, leistungsorientierten Kultur wegzukommen. Wo dein Job, dein Besitz dich definieren. Zumindest können wir sagen, dass unsere Arbeit unsere Leidenschaft ist! Was reizt dich an deiner neuen Aufgabe?

TDR: Ich war schon immer neugierig, wie und warum die Dinge funktionieren. Jetzt habe ich die Möglichkeit, an Kites zu arbeiten und ihnen meine persönliche Note zu geben. Wer träumt nicht davon, seinen eigenen Drachen zu bauen? 😉 

CH: Immer eine Frage worin man gut ist. Ich würde liebend gerne einen Wing bauen, aber ich bin einfach besser darin Feedback zu geben und die Bedürfnisse der Kunden zu lesen, als Kites zu entwickeln. Was denkst du, wohin die Foilkite-Entwicklung gehen wird?

TDR: Auch wenn mich Racing wirklich begeistert, liebe ich all die verschiedenen Aspekte des Kitens. Ich denke, wir können die Leistung in Zukunft noch weiter steigern. Wir sollten die Zugänglichkeit der Foilkites weiter verbessern und sicherstellen, dass sie den Bedürfnissen der meisten Kiter entsprechen. Die Branche wird sich weiterentwickeln und es wird neue Arten des Kitens geben. Ich möchte wirklich sicher gehen, dass FLYSURFER-Produkte so vielen Menschen wie möglich helfen können, die Zeit ihres Lebens beim Kiten zu verbringen.

CH: Stimmt, wenn man bedenkt, wie jung der Sport noch ist, muss es noch Raum für Weiterentwicklung geben. Glaubst du, dass wir unserer Palette neue Produkte hinzufügen können?
TDR: Sicher! Ich sehe eine ziemlich große Gemeinschaft von Ridern, die mit langsamen Hydrofoils fahren. Diese sind hauptsächlich für Surf-Foiling oder Wing-Foiling gemacht. Ich bin sicher, dass wir Kites entwickeln können, die perfekt zu diesem Stil passen. 
CH: Ich weiß, dein Hauptziel sind die Olympischen Spiele 2024 in deinem Heimatland. Wie kombinierst du deinen Job mit deiner Karriere als Kite Foil Racer? 

TDR: Ich bin es gewohnt, mein Kite-Projekt und ein weiteres Hauptlebensprojekt gleichzeitig durchzuziehen. Ich habe in den letzten Jahren während meines Masterstudiums auf höchstem Niveau studiert und bin Rennen gefahren. 

Ich musste für mein persönliches Gleichgewicht immer etwas anderes tun als Kiten und Trainieren. In den letzten Jahren habe ich ziemlich viel über mich selbst gelernt, was es mir ermöglichte, meinen Master-Abschluss zu machen und meinen Weltmeistertitel im selben Semester zu bekommen. 

Ich bin mir sicher, dass dies eine gute Herausforderung sein wird, aber ich liebe Herausforderungen und bin von der gesamten FLYSURFER-Crew umgeben, die mir helfen wird, sowohl im Rennsport als auch im Design der Beste zu sein!

CH: Ich mag dein Vertrauen 😊 und du hast Recht, wir werden unser Bestes tun, um dich zu unterstützen. Du bist wieder zu Hause, wo ist dein Heimspot, wo kann man dich treffen? 

TDR: Meine „Basis“ ist in Südfrankreich, in Hyères, wo ich vor fast 10 Jahren, im Alter von 15, um die besten Windbedingungen zu bekommen, hingezogen bin. Seitdem verbringe ich jede freie Minute auf dem Wasser, aber ich bin durch die anstehenden Rennen und Testtrips ständig in Bewegung.  

CH: I wette, dich anzutreffen wird schwierig werden. Vielen Dank Theo, pass auf dich auf und bis bald.

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