28. September 2026

Lauriane Nolot und Gian Andrea Stragiotti gewinnen die European Championships in Akyaka

Europameistertitel in dramatischem Finale entschieden.

Die Türk Formula Kite Open European Championships 2026 lieferten genau das, was Championship Racing ausmacht: vollen Einsatz und Titelkämpfe, die bis zu den letzten Metern offen blieben. Und was bedeutete das für das FLYSURFER Kitefoil Racing Team? Nach einer Woche Highspeed-Racing in Akyaka sicherten sich Lauriane Nolot (FRA) und Gian Andrea Stragiotti (SUI) die Europameistertitel. Maximilian Maeder (SGP) holte zusätzlich den Sieg in der Men’s Open Wertung.

Der Finalnachmittag verlangte dem gesamten Fleet volle Konzentration ab. Der Wind startete bei rund 15 Knoten, ließ später auf 11 bis 12 Knoten nach und hielt die Athleten auf 15 m Kites. So entstand eine Medal Series, in der jede Entscheidung zählte. Bei kaum Spielraum für Fehler wurde taktische Präzision bis zu den letzten Metern entscheidend.

Die Medal Series der Frauen entwickelte sich zu einem engen Kampf um den Europameistertitel. Am Ende konnte niemand mehr wegschauen. Jessie Kampman (NED) hatte das Leaderboard die ganze Woche angeführt und ging gemeinsam mit Lauriane als eine der Athletinnen ins erste Grand Final, die es zu schlagen galt. Dazu kamen Elena Lengwiler (SUI) und Wan Li (CHN), die sich über die Semi-Finals ins Grand Final gekämpft hatten. Das erste Race gehörte Elena. Direkt nach der ersten Wende setzte sie sich an die Spitze und gab die Führung nicht mehr ab. Jessie gab alles, um die Lücke zu schließen, doch die Aufholjagd hatte ihren Preis: Ein Crash brachte Elena den Sieg. Auch Wan Li war weiter im Rennen und hatte die Chance, das Ganze in ein weiteres Race zu zwingen. Spannung auf dem Wasser. Pures Racing-Drama. Plötzlich war der Titel wieder völlig offen: drei Athletinnen, drei einzelne Race-Wins und alles noch möglich. Dann kam das zweite Grand Final und Lauriane änderte das Spiel. Statt dieselbe Linie wie die anderen zu fahren, tacked sie früh raus und setzte auf eine andere Route. Die Entscheidung zahlte sich sofort aus, als sie sich mit einem perfekt kalkulierten Turn an der ersten Windward Mark nach vorne arbeitete. Was folgte, war ein enges Race zwischen Jessie, Elena und Lauriane.

Jessie, die zunächst in Führung zu liegen schien, verfing sich plötzlich mit Wan Li. Sie konnte sich gerade noch so erholen, um im Rennen zu bleiben, während ihre Konkurrentin nicht mehr richtig zurück in den Kampf um den Titel fand. Währenddessen nahm Lauriane Speed auf und schloss zu Jessie auf. Am Ende musste die letzte Wende entscheiden, wer die Führung übernehmen würde. Kurz gesagt: Lauriane ging in Führung, gefolgt von Jessie und Elena. Sie hielt ihre Position bis zur Ziellinie, sicherte sich einen weiteren Grand-Final-Sieg und damit den European Championship Titel 2026. Es ist genau die Art von Finish, die zu ihrem Markenzeichen geworden ist: Wenn der Druck am höchsten ist, liefert Lauriane ab. Jessie kam in diesem Race als Dritte ins Ziel und stand am Ende als Zweite der Gesamtwertung auf dem Podium. Ein weiteres starkes Ergebnis für das FLYSURFER Team an der Spitze des europäischen Rankings. Es zeigt erneut die Stärke des FLYSURFER Women’s Kitefoil Racing Teams und macht uns unglaublich stolz. Für Lauriane ist der Titel ein weiterer großer Erfolg in einer außergewöhnlichen Saison 2026, nachdem sie bereits früher in diesem Jahr Weltmeisterin wurde. Nach dem Rennen fasste sie die Intensität so zusammen: „Man konnte sehen, dass es auf dem Wasser full send war. Wir haben alle bis ans Maximum gepusht.“

„Meine letzte Gybe war schrecklich, weil meine Beine wirklich gezittert haben. Aber Elena hat direkt hinter mir gepusht, also war es full send bis ins Ziel. Ich bin super happy, den Titel jetzt zu haben!“ Auch das Männerfinale lieferte eine Geschichte zum Feiern. Maximilian und Gian Andrea gingen als die zwei stärksten Athleten ins Grand Final. Nach den Semi-Finals kamen außerdem FLYSURFER Teamkollege Valentin Bontus (AUT) und Riccardo Pianosi (ITA) dazu. Maximilian übernahm im entscheidenden Race die Kontrolle, direkt gefolgt von Gian Andrea. Dahinter entwickelte sich ein weiteres Battle zwischen Valentin und Riccardo, nachdem Valentin an der ersten Windward Mark den Arm hob, um Protest gegen seinen Konkurrenten einzulegen. Er übernahm die Führung, splashte dann aber leider down. Riccardo nutzte die Situation, um den Konflikt mit einem 360° Penalty Turn auf dem Wasser zu klären. Gleichzeitig entstand dadurch eine große Lücke zu Gian Andrea und Maximilian. Am Ende fuhr Pace-Setter Maximilian als Erster über die Ziellinie und sicherte sich den Men’s Open Titel, während Gian Andrea direkt hinter ihm finishte und 2026 European Champion wurde. Valentin erreichte das Ziel als Dritter, gefolgt von Riccardo auf Platz vier.

Zwei große Siege am selben Tag für zwei Trainingspartner, die zufällig auch noch gemeinsam Geburtstag feierten. Für Gian Andrea war der Titel die Belohnung für eine Woche konstant starkes Racing auf höchstem Niveau, genau dann, wenn es darauf ankam. Für Maximilian setzte der Open-Sieg seine ungeschlagene Event-Serie in dieser Saison fort. Ein gemeinsamer Geburtstag, zwei Titel und ein Podium voller FLYSURFER Athleten: ein ziemlich besonderer Abschluss der Championship in Akyaka.

Ergebnisse

European Championship Gewinner
Top 3 Women
Lauriane Nolot (FRA)
Jessie Kampman (NED)
Elena Lengwiler (SUI)

Top 3 Men
Gian Andrea Stragiotti (SUI)
Valentin Bontus (AUT)<br />Riccardo Pianosi (ITA)

Open Championship Gewinner
Maximilian Maeder (SGP)

Wir gratulieren unserem FLYSURFER Team zu einer herausragenden Woche in Akyaka und einer starken Dominanz bei den European Championships. Wir sind stolz auf euch!

Fotos: © Robert Hajduk / IKA media