8. Dezember 2025

Hugos WOO Weltrekordsprung: 40,0 m

Hugo springt mit SONIC⁵ und FUSION² 40,0 m zum WOO Weltrekord

Am 6. Dezember 2025 um 16:40 Uhr hob Hugo Wigglesworth am ikonischen Kite Beach in Kapstadt ab und durchbrach eine Marke, von der viele glaubten, dass sie noch jahrelang bestehen würde: Er wurde der erste Kitesurfer, der 40 Meter sprang. Der Moment wurde von WOO, dem weltweit führenden Big-Air-Messsystem, aufgezeichnet, gemessen und verifiziert. Ein kleiner Sensor auf Hugos Foilboard erfasste dabei den Sprung.

Der Abend davor: ein Braai, ein Forecast und ein Gefühl<br />Alles begann am Vorabend, als sich die FLYSURFER Crew zu einem südafrikanischen Braai traf, einem entspannten Barbecue, das schnell zu einer lebhaften Diskussion wurde. Der Forecast kündigte heftige Böen für den Abend an, die Richtung 40 Knoten gehen sollten. Genau die Art von Wind, von der echte Big-Air-Rider träumen. Dann stellte jemand die Frage, die wahrscheinlich allen durch den Kopf ging: Könnte Hugo morgen den Weltrekord brechen? Einige nickten überzeugt, andere zuckten angesichts der Verrücktheit dieser Idee mit den Schultern. Hugo lächelte einfach und behielt seine Gedanken für sich.

Ein Rider mit etwas zu beweisen<br />Bevor der historische Sprung im Chaos des Moments entstand, verbrachte Hugo den Vormittag im Training. Er hatte allen Grund, härter zu pushen als je zuvor: Für viele war er eine der größten Überraschungen unter den Ridern, die nicht für den Red Bull King of the Air 2025 ausgewählt wurden, den prestigeträchtigsten Kitesurfing-Contest der Welt. Seit die Rider-Liste ohne seinen Namen veröffentlicht worden war, stand Hugo jeden Tag auf dem Wasser. Nach einer fokussierten Trainingsstunde kam er vom Wasser, fuhr zurück ins FLYSURFER Haus, machte sich Avocado Toast und setzte sich vor den Fernseher, um das Formel-1-Qualifying zu schauen. Während die Autos über die Strecke rasten, wanderten seine Augen immer wieder zum Handy, um die Live-Windupdates zu checken. Und dann stand Hugo plötzlich auf und sagte: „Let’s break a WOO World Record today.“ Innerhalb von Sekunden verwandelte sich das Haus in zielgerichtetes Chaos. Kitebags wurden geschlossen, Foilboards verladen, Wetsuits in Autos geworfen, Kameras und Handys noch schnell geladen. Hugo, seine Eltern und das FLYSURFER Team stiegen in die Autos und fuhren direkt zum Strand. In einer fast filmreifen Ironie parkte Hugo direkt am Eventgelände genau jenes Wettbewerbs, zu dem er nicht eingeladen worden war: an einem der bekanntesten Kite Beaches der Welt.

Ein neues Setup und das Gefühl, dass etwas passieren würde<br />Als das Team ankam, bereiteten Hugos Mutter und Vater sein Foil-Gear vor. Gleichzeitig war Jamie Overbeek, aktuell mit dem zweithöchsten Sprung auf dem WOO Leaderboard, bereits mit massiven Sprüngen auf dem 7 m SONIC⁵ und Twintip unterwegs. Ein deutliches Zeichen, dass die Bedingungen schnell intensiver wurden. Dann kam das kleine, aber entscheidende Detail: Hugo hatte sein Setup verändert. Er hatte seine 23 m Leinen gegen eine 17 m Konfiguration getauscht. Eine Entscheidung, die für den weiteren Verlauf der Geschichte entscheidend werden sollte. Hugo startete den Kite mit ruhigem Fokus, fuhr hinaus aufs Meer und setzte direkt seinen ersten Sprung mit dem neuen Setup. Die WOO zeigte über 28 Meter an. Eine unglaubliche Höhe für einen Warm-up-Jump, genug, damit die Menschen am Strand kurz innehielten und sich fragten, was sie hier gerade sahen. Er sprang weiter. Jeder Versuch wurde höher, sauberer und kontrollierter. Dann fuhr er weit nach draußen, drehte um und nahm auf einer kabbeligen Kicker-Welle Anlauf. Im Vergleich zu seinen vorherigen Take-offs kam er diesmal mit fast doppelter Einstiegsgeschwindigkeit an. Hugo kantete hart an, schickte den Kite mit vollem Commitment und für einen Moment schien die Welt stillzustehen. Dann brach am Strand ungläubiger Jubel aus.

In diesem Moment sprang Hugo in das, was kurz darauf als höchster jemals im Kitesurfen aufgezeichneter Sprung bestätigt werden sollte. Hugos Mutter sah, wie ihr Sohn in den Himmel schoss, und flüsterte fast zu sich selbst:<br />„So hoch habe ich Hugo in meinem Leben noch nie gesehen.“ Doch während der Strand staunte und jubelte, zeigte Hugo keine Reaktion. Keine Faust in der Luft. Kein Schrei. Keine Celebration. Er fuhr einfach wieder hinaus, als wäre das Unmögliche nur ein weiterer Testlauf gewesen. Das Flüstern, das den Strand erschütterte: Zehn Minuten später kam Hugo schließlich zurück ans Ufer. Er landete seinen Kite mit derselben ruhigen Konzentration, mit der er ihn gestartet hatte, ging zu seinen Eltern und dem FLYSURFER Team, beugte sich leicht nach vorne und flüsterte: „I just went 40 meters.“ Keine Show. Kein Geschrei. Nur sechs leise Worte. Hugo packte seinen SONIC⁵, klemmte ihn unter den Arm und ging Richtung Parkplatz, als hätte er gerade einen ganz normalen Trainingstag beendet. Nicht, als hätte er die Grenzen des Kitesurfens neu definiert. Doch Geschichte verbreitet sich schnell. Innerhalb weniger Minuten ging die Nachricht über den ganzen Strand.

FLYSURFER Rider, lokale Medienteams, Podcaster, Fotografen und sogar Menschen, die bereits gegangen waren, kamen zurück an den Strand geeilt. Eine weitere Session als WOO Weltrekordhalter: Der neue Weltrekordhalter schnappte sich einen 6 m ERA und lief mit breitem Grinsen zurück zum Strand: „Double Loops kann man schließlich nicht jeden Tag trainieren, oder?“ Was folgte, sah eher nach dem Beginn eines Trainingstages aus als nach dessen Ende: massive Double Loops, riesige S-Loops und explosive Rotationen. Es war, als hätte der Weltrekord nur die Tür zu neuen Möglichkeiten geöffnet. Und Hugo war noch lange nicht fertig damit, sie auszuprobieren. Als alle zurück im Haus waren, war das Update offiziell: Jamie konnte Hugos neuen Rekord an diesem Tag trotz einiger riesiger Sprünge nicht mehr schlagen.

Warum dieser Rekord den Sport bewegt?

Über die reine Höhe hinaus hat Hugos 40-Meter-Sprung mehrere Ebenen, die diesen Moment noch besonderer machen. Er hält nun den WOO Weltrekord sowohl auf dem Twintip als auch auf dem Foil. Er landete den Rekordsprung genau an dem Eventgelände des Wettbewerbs, zu dem er nicht eingeladen worden war. Und die drei höchsten jemals auf WOO gemessenen Sprünge wurden alle auf Foils gefahren. Nur wenige Tage zuvor war Jamie beim Brand Stable Battle Royale höher gesprungen als Hugo. Jamie entschied sich für Kite Beach, während Hugo nach Misty Cliffs ging. Damit war die perfekte sportliche Spannung für ein Rematch am Samstag gesetzt. Der vorherige Rekord von Charles Brodel hielt 43 Tage. Ein kurzer Moment in der Geschichte des Sports, aber ein riesiger Schritt in der Progression. Hugo Wigglesworth hat nicht nur einen Rekord gebrochen. Er hat eine mentale Grenze verschoben. Er hat Erwartungen verändert. Und er hat gezeigt, was möglich ist.

Über WOO: Seit dem Launch im Jahr 2013 ist der WOO Sensor der globale Standard, um Sprünge im Kiteboarding und Wingfoiling zu messen. Rider haben inzwischen über 150 Millionen Sprünge in 2,7 Millionen Sessions aufgezeichnet. Mit jedem neuen Weltrekord werden nicht nur die Athleten gefeiert, sondern auch die Kite-Design-Teams, die den Sport weiter nach oben pushen. Bis zu diesem windigen Nachmittag in Kapstadt hatte jedoch noch niemand die 40-Meter-Marke durchbrochen. Das änderte sich, als Hugo den Himmel berührte.

Hugo erzielte den Weltrekordsprung mit folgendem Setup:<br />SONIC⁵
FUSION Control Bar [L], 17 m Leinen
Foilboard, 27 Liter

In der Luft geht es nicht um Glück. Es geht um Präzision. Big Air ist kein Zufall. Es ist eine Entscheidung. Jeder Take-off, jede Landung und jede Session spiegeln dein Mindset wider. Der SONIC⁵ ist nicht einfach ein Kite. Er macht deinen Willen, deine Disziplin und deine Entschlossenheit spürbar. Alles beginnt im Kopf. Gebaut für Rider, die nicht fragen, ob es geht, sondern wie weit sie gehen können. Mehr Sprünge. Mehr Airtime. Mehr Kontrolle.

Congratulations, Hugo! Was für ein massiver Sprung!
Genieße diesen fantastischen historischen Moment.

Text: Bjarne Rademacher
Fotos: Arlin Ladue